Meldewesen 2.0: Die Finanzmarktaufsicht setzt auf XBRL

Die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) ist für die Beaufsichtigung der sog. Finanzintermediäre, also Banken und Versicherungen verantwortlich. Dabei steht das regulatorische Meldewesen vor einer Revolution: XBRL ist ein neues und einheitliches technisches Verfahren für den gesamten Meldewesen Prozess, das vorhandene Standards ablöst und manuelle Prozesse eliminiert.

Die FMA hat sich entschieden, das europäische Meldewesen CRD IV (Banken) und Solvency II (Versicherungen) mittels XBRL abzuwickeln. Für die Verarbeitung und Analyse der XBRL Meldungen verwendet die FMA das AMANA XBRL Portal, eine auf der AMANA XBRL Engine basierende Meldewesen-Plattform. Nach einer Ausschreibung im Jahr 2015 haben sich AMANA und PwC gegen andere namenhafte Anbieter durchsetzen können. Rund 200 Anforderungen der FMA an die Lösung wurden bereits erfolgreich umgesetzt.

Die durch die FMA beaufsichtigen Banken müssen das europäische Meldewesen CRD IV (COREP) in XBRL an die FMA absenden – die Versicherungen die Solvency II Meldungen. Dabei werden die Meldeanforderungen und Formulare durch die European Banking Authority (EBA) sowie die European Insurance And Pension Authority (EIOPA) definiert. Das Besondere hierbei ist, dass die gesamten Meldeanforderungen als XBRL Taxonomien zur Verfügung gestellt werden. Eine XBRL Taxonomie umfasst dabei sowohl die zu meldenden Datenpunkte und deren fachliche Definition (DPM), die Meldeformulare als auch umfangreiche Validierungsregeln.

Die erste Herausforderung in XBRL Projekten ist, „die neue Welt“ zu verstehen und zu etablieren. „Die AMANA hat mit ihrer Kompetenz rund um XBRL viel zur erfolgreichen Umsetzung unseres Meldewesen Projektes beigetragen“, konstatiert Roger Guntli, verantwortlicher Projektmanager bei der FMA.

 

Um die Meldeanforderungen technisch flexibel umsetzen zu können, ist ein generischer und echter XBRL Prozessor notwendig. Nur dann können sämtliche XBRL Taxonomien einfach verwendet werden, ohne die Meldewesensoftware anpassen zu müssen. Das AMANA XBRL Portal nutzt die AMANA XBRL Engine so, dass die FMA ganz einfach per Mausklick neue Taxonomien anlegen kann. Das Portal ist sofort für die Verarbeitung und Analyse dieser Meldungen bereit – ohne Anpassung der Software oder manueller Implementierung der Meldeformulare und der Validierungsregeln.

„Dank der flexiblen Architektur und den offenen Schnittstellen konnten wir die AMANA XBRL Konsole nahtlos in unsere bestehende Umgebung einbinden und den Meldeprozess End-to-End elektronisch umsetzen.“, hebt Roger Guntli als wesentlichen Vorteil hervor.

Der Fokus der FMA lag dabei auf einer hohen Automatisierung: Das XBRL Portal lehnt nicht nur automatisch die XBRL Meldungen ab, sobald ein Fehler in der Validierung vorhanden ist. Die Meldungen werden auch sofort in (menschenlesbares) Excel umgewandelt und Kennzahlen berechnet. So können die Sachbearbeiter sofort die Meldung analysieren. Auch hier arbeitet das Portal „XBRL Taxonomie getrieben“ – alle Visualisierungen und Kennzahlen werden XBRL Taxonomie basiert verarbeitet, so dass keine Anpassung der Software notwendig ist.

„Dank der XBRL Konsole von AMANA konnten wir die regulatorischen Anforderungen der EBA erfolgreich abbilden.“, ergänzt Markus Meier, Banking Division, Head of the Supervision Section der FMA begeistert.

Die FMA hat seit 2016 mit der AMANA Lösung alle XBRL Meldungen der Finanzintermediäre erfolgreich verarbeitet und an die europäischen Aufsichtsbehörden weitergeleitet.

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